3D Global wird mit dem Innovationspreis Ostwürttemberg ausgezeichnet

Heidenheim, 28. Juli 2026

Sechs Preisträger – darunter auch Schüler des Herbrechtinger Buigengymnasiums – wurden beim Innovationspreis ausgezeichnet. Bei der Verleihung in der Voith-Arena in Heidenheim waren viele Vertreter der Region Ostwürttemberg anwesend.


Den Landkreis Heidenheim und den Ostalbkreis verbindet mehr als nur eine gemeinsame Industrie- und Handelskammer (IHK), wobei diese eine entscheidende Rolle bei Kooperationen spielt: Ostwürttemberg präsentiert sich vor allem auch in wirtschaftlicher Hinsicht als Region mit gemeinsamen Interessen. Und diese bestehen nicht zuletzt darin, Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen. Damit dies gelingt, braucht es neue Produkte und Patente – und diejenigen, die sie erfinden.


48 Bewerbungen, sechs Preisträger

Um innovative Unternehmen, aber auch Einzelpersonen auszuzeichnen, aber auch, um die Region weiter zu vernetzen, gibt es den Innovationspreis. Dieser wurde am Montagabend bei einer Feier im Businessclub der Voith-Arena verliehen. Hinter dem Innovationspreis stehen die Kreissparkassen Heidenheim und Ostalb, die IHK sowie die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Region Ostwürttemberg (Wiro). Aus 48 Bewerbungen wählte die Jury sechs Preisträger aus, die insgesamt ein Preisgeld von 11.000 Euro erhielten.

Landrat Peter Polta betonte in seiner Begrüßung die Bedeutung von „einzigartigen Ideen und schlauen Produkten“: Diese seien entscheidend für den Fortschritt und die Zukunftsfähigkeit der Region. „Große Innovationen beginnen oft mit einer einzigen guten Idee“, so Polta. Die Region Ostwürttemberg würde dafür hervorragende Voraussetzungen bieten. „Das Miteinander macht es aus“, so der Landrat. Wichtig sei dabei, die Standortvorteile herauszuarbeiten.

Anschließend präsentierte Martin Wilhelm, Verleger der Heidenheimer Zeitung, die sechs Preisträger in drei verschiedenen Kategorien. Er war kurzfristig eingesprungen für Moderator Jochen Stöckle, der aus gesundheitlichen Gründen verhindert war. In der Kategorie „Sieger/Preisträger/Auszeichnungen“ fungierten IHK-Präsident Markus Maier und Prof. Dr. Harald Riegel, Rektor der Hochschule Aalen. Da auch Markus Maier verhindert war, wurde er von Thilo Rentschler vertreten, der auf die hohe Zahl von Patentanmeldungen pro Einwohner in Ostwürttemberg verwies, die bundesweit an dritter Stelle liege.

Besser isolierte Textilien

Ausgezeichnet wurde das Heidenheimer Unternehmen „Outlast Technologies“ mit Firmensitz in den Seewiesen. Das Unternehmen ist spezialisiert auf textile Thermoregulierung und Isolierung. Firmenchef Martin Bentz erläuterte den Forschungs- und Entwicklungsprozess. An dessen Anfang stand das Aerogel-Pulver, das auf Nasa-Technologie basiert und zu 99 Prozent aus Luft besteht, das laut Bentz beste Isolierungsmaterial der Welt. Im Aerogel wird die Luft in vielen kleinen Poren gespeichert, deren Größe im Nano-Bereich liegt. Die Schwierigkeit sei gewesen, das Pulver mit Textil zu kombinieren, um eine sehr hohe Isolationsleistung bei minimaler Dicke zu erreichen, die auch unter Druck und Feuchtigkeit funktioniert.

In derselben Kategorie erhielt auch die Firma „3D Global“ aus Aalen eine Auszeichnung. Das durch Dr. Matthias Hohenstein (CEO) und Chief Business Development Officer (CBDO) Selcuk Özer vertretene Unternehmen entwickelt brillenfreie 3D-Technologie. Hohenstein sprach von Bildschirmen, die sich wie ein Fenster („magic window“) öffnen und dem Auge eine dreidimensionale Wahrnehmung ermöglichen. Anwendungsmöglichkeiten gebe es unter anderem in Medizin, Industrie, Bildung und Automotive.

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